• Vortrag von Volker Will auf der OMR 2017 zum Thema: Amazon rules. Ist das wirklich so? Was steckt dahinter?

    Volker Will gibt uns einen spannenden Einblick in die Online-Handelswelt und insbesondere in die Amazon Strategie und zeigt Möglichkeiten auf, wie Marken im Online-Handel erfolgreich koexistieren können.

  • Amazon rules und dominiert den Onlinehandel unerbittlich. Ist das wirklich so? Was steckt dahinter? Rette sich wer kann! Aber wie?

  • Volker Will von superReal gibt uns einen sehr spannenden Einblick in die Online-Handelswelt und insbesondere Amazon. Mit aktuellen Zahlen zum E-Commerce und Marktplatzanteilen belegt Volker die aktuelle Dominanz des Online-Giganten und zeigt Möglichkeiten auf, wie man im Online-Handel erfolgreich koexistieren kann.

    Denn das kontinuierliche Hinterfragen des eigenen Businessmodells sowie der Aufbau von Tech-Wissen sind nur zwei von vielen Strategien mit und gegen Amazon. 

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  • Eigentlich wollte Jeff Bezos sein Unternehmen gar nicht „Amazon“ nennen, sondern „Relentless“ (auf Deutsch: „gnadenlos“). Letztendlich hat Jeff Bezos dann Amazon aufgebaut und dominiert aktuell den Markt eigentlich unerbittlich. Darauf werde ich in diesem Vortrag im Einzelnen eingehen. Im nächsten Schritt möchte ich darüber sprechen, warum das so ist, was er eigentlich besonders gut und richtig gemacht hat. Im letzten Schritt möchte ich darauf aufmerksam machen, was man als Marke, Händler oder Hersteller machen kann, um auf diesem Marktplatz zu bestehen, aber auch, um selbst eine Marke, ein Businessmodel aufzubauen, das koexistieren kann.

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  • Die Umsatzzahlen im E-Commerce- Markt in Deutschland sehen wie folgt aus: Wir sind von ca. 33 Mrd. Euro brutto im Jahr 2012 auf aktuell ca. 52,7 Mrd. Euro brutto gekommen. Das macht einen Marktanteil von ungefähr 20 bis 30 Prozent am gesamten Handel aus. Wenn man sich anschaut, wie sich der Markt verteilt, dann sieht man, dass allein die Marktplätze schon ca. 26 Mrd. Umsatz ausmachen, also die Hälfte. Und wenn man dann schaut, wie stark Amazon bei den Marktplätzen ist, dann komme ich auf insgesamt ca. 20 Mrd. Euro. Damit komme ich zu dem Schluss, dass Amazon 70 Prozent des Marktplatz-Marktes und knapp 40 Prozent des gesamten E-Commerce- Marktes ausmacht.

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  • Was auch spannend zu beobachten ist: Im Bereich Suche ist Google letztendlich der einzige Marktteilnehmer. Aber wenn die Menschen Produkte suchen, dann suchen sie nicht bei Google, sondern bei Amazon. Amazon ist also schon am nächsten Geschäftsfeld dran, was Google unangenehm sein wird. Das Marktplatzthema hat Amazon vor sechs Jahren entwickelt, jetzt ist Amazon bei der letzten Meile und baut aktuell die Logistik auf und hat 1,5 Mrd. in eine Flugzeugflotte investiert. Sie denken weiter, um die letzte Meile zum Kunden besser hinzubekommen. Was bedeutet das für die restlichen Marktteilnehmer? Das Onlinegeschäft nimmt zu; das führt zum Einzelhandelssterben. Das ECC hat prognostiziert, dass bis 2020 bis zu 58.000 Geschäfte nicht mehr existieren werden. Das muss man sich vor Augen führen. Es geht am Ende des Tages darum zu schauen, was man machen soll, um in einer Welt, die sehr stark von Amazon dominiert ist, weiter existieren zu können.

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  • Was ist eigentlich das Businessmodell von Amazon? Jeff Bezos hat einmal gesagt, dass er seinen Kunden die größtmögliche Auswahl zum besten Preis anbieten möchte. Daraufhin optimiert er sein Unternehmen, d.h. Kosten gering halten, eine möglichst hohe Customer Experience erarbeiten, weil das den größten Traffic bringt und damit Wachstum gelingt. Da fehlt das ganze Thema Gewinn. Seine ganze Strategie ist auf Wachstum ausgelegt.

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  • Was kann man als Händler, Hersteller, Marke, Agentur machen um zu existieren und Erfolg zu haben? Es gibt eine gute Nachricht vom BEVH, der prognostiziert, dass Marktplätze zwar das größte Segment sind, aber das geringste Wachstum haben. Die Multichannelanbieter sind das Marktsegment mit den größten Wachstumszahlen.

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  • Ich habe fünf, sechs Punkte aufgeführt, wie man in einer Handelswelt überleben kann, die von Amazon dominiert ist:

    1. Stellt euer Businessmodell in Frage!
    Was ist eure Mission? Was ist eure Daseinsberechtigung? Warum gibt es euch noch? Wer ist euer Kunde? Für wen macht ihr das? Welche Werte schafft ihr für eure Kunden? Welche Ergebnisse könnt ihr damit erzielen? Kann das ein erfolgreiches Businessmodell werden? All das muss man sich immer wieder klarmachen. Das ist auch das Thema von superReal und Spryker. Wir gehen zu den Unternehmen und schauen, was dein Businessmodell ist und wie wir dein Businessmodell so transformieren können, dass du sehr gut koexistieren und gutes Geschäft machen kannst.

    2. Baut Tech-Wissen auf! 
    Wenn man sich Unternehmensstrukturen der letzten Jahre anschaut, so Spryker, dann sieht man, dass in der Handelswelt der Fokus auf dem Einkauf und der Vermarktung liegt. Wenn man sich erfolgreiche Händler, Businessmodelle der heutigen Zeit anschaut, dann ist da ein ganz anderer Fokus. Der Fokus liegt nicht mehr auf Einkauf, Marketing und Logistik, sondern auf Technologieaufbau und letztendlich Datenaufbau.

    3. Entwickelt neue Businessmodelle!
    Versucht Trial & Error. Werdet agil. Da kann man unterschiedliche Dinge machen - eine CRM-Thematik, eine Marken-Thematik, ein ganzes Start-up. In der Hauptsache geht es darum, agiler zu werden.

    4. Findet raus, wer euer Kunde ist! 
    Der Kundenzugang ist das A & O. Wer ist der Kunde? Wie verläuft seine Customer Journey? Wo sind seine Touch Points? Was kann da relevanter Content sein?

    5. Macht Omnichannel, aber richtig!